Menü
Einfacher Pizzateig mit Trockenhefe - direkte Teigführung

Der Pizzateig ist die wichtigsten Zutat einer Pizza – daher solltest du hier auch mit besonders viel und italienischer Leidenschaft an das Thema rangehen. Der vermutlich größte Fehler, den man beim Pizzateig machen kann: Ess die Pizza an dem Tag, an dem du den Teig angesetzt hat.

Es gilt die Faustregel: Nach 24 Stunden ist der Teig okay, nach 36 Stunden gut und nach 48 Stunden Gehzeit der Knüller. Wenn ich diese Regel Freunden erzähle, kommt oft die Antwort: So viel Aufwand für eine Pizza? Meine Antwort: Ist nicht viel Aufwand. Den Teig musst du sowieso machen und zwei Tage geht er im Kühlschrank ganz alleine, ohne euer zutun. Im Gegenteil: Wer den Teig vorbereitet, kann sich am Backtag mehr Zeit nehmen für die anderen Zutaten. Teig vorzubereiten ist also am Ende stressfreier, bekömmlicher und vor allem leckerer.

Aber manchmal muss nun mal schnell gehen! Spontaner Besuch oder Heißhunger oder was auch immer – es gibt immer einen Grund für eine schnelle Pizza. So bekommst du auch ohne lange Vorbereitungszeit eine vernünftige Pizza hin, vier Stunden Gehzeit musst du aber dennoch einkalkulieren.

Zutaten: Alles was du brauchst für 6 Pizzaböden 

1 Kg Weizenmehl - idealerweise Tipo 00
2 Gramm Trockenhefe
20 Gramm Meersalz
30 ml natives Olivenöl
550 ml Wasser - Zimmertemperatur

Anleitung: So bereitest du deinen Pizzateig zu

1. Verrühre das Mehl mit 500 ml Wasser – am Besten mit einer Küchenmaschine. Es geht natürlich auch per Hand, ist eben nur deutlich anstrengender. Mit der Maschine bist du nach 5 Minuten fertig, per Hand brauchst du locker zehn bis 15 Minuten, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Der Teig sollte noch nicht glatt sein, das Mehl aber alles Wasser aufgenommen haben. Lass den Teig etwa 15 Minuten ruhen. 

2. Nimm in der Zeit das restliche Wasser und verrühr die Hefe darin und lass sie etwas in dem Wasser ziehen. Rühr sie danach dem Teig unter und rühr ihn ein paar Minuten weiter. 

3. Füg das Meersalz nach ein paar Minuten hinzu und knete den Teig ein paar Minuten weiter, bis der Teig glatt ist.

4. Wie sieht die richtige Konsistenz aus? Ob du eventuell noch mehr mehr Wasser oder mehr Mehl brauchst merkst du daran, ob der Teig an der Küchenmaschine oder dem Knethaken kleben bleibt. Normalerweise solltest du den Teig ohne Rückstände und ohne kleben aus der Maschine herausholen können. Bleibt er an der Maschine hängen, benötigst du noch eine Prise Mehl, ist er nicht glatt, musst du noch ein etwas Wasser hinzufügen. Füge die Zutaten aber vorsichtig hinzu, manchmal benötigt der Teig nur ein paar Tropfen Wasser, damit er perfekt wird.

5. Zu guter letzt fügst du das Olivenöl hinzu und knetest den kompletten Teig noch ein paar Minuten weiter, bis er glänzt. 

6. Jetzt solltest du den Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und ihn bei Zimmertemperatur etwa vier Stunden ziehen lassen.

7. Knete den Teig noch einmal durch, forme den Teig zu sechs großen Kugeln und lass sie noch mal ein paar Minuten ziehen.

8. Jetzt breitest du den Teig idealerweise mit den Händen aus. Falls du ein Nudelholz verwendest, solltest du damit nicht über den Rand hinaus fahren, sondern kurz davor stoppen. Sonst drückst du nämlich die im Teig eingebundene Luft zum Rand hinaus. Aber genau die macht den Teig fluffig und sollte daher drin bleiben. 

Hintergrund: 

Diese Art der Zubereitung zählt zu der direkten Teigführung. Dieser Pizzateig ist relativ einfach herzustellen und durch die Trockenhefe sollte der Teig eigentlich problemlos gelingen. Ich verwende hierfür das typische Weizenmehl Tipo 00, das viele Pizzabäcker in Italien verwenden.    

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Kommentare

Schon gebacken?

Süßer Flammkuchen mit Banane und Schokol…

Wer Nuss-Nougat-Cremes wie Nutella liebt, weiß sicherlich, wie gut der Brotaufstrich in Kombination mit Banane und Walnüssen schmeckt. All das dann auch noch auf einem Flammkuchenteig, gebettet auf einer leicht gesüßten Crème fraîche, lässt so ziemlich jede Zunge schnalzen. Schnell fertig...

Brezeln und Laugenbrötchen selber machen

Laugenbrezel oder -brötchen gehen eigentlich immer – besonders zum Frühstück. Und da der Teig dieses Rezepts hervorragend über Nacht im Kühlschrank geht, hat man problemlos am Sonntagmorgen frisches Gebäck, das deutlich aromatischer und leckerer ist, als was euch die Aufback-Bäckerei...

Roggenfladen mit Chorizo und Rührei

"Das ist aber ganz schön gesund". Genauso abwertend wie voreilig kam das Feedback aus dem Mund der Bekochten. Als jedoch eine Gabel nach der anderen in genau diesen Mund wanderte, waren die Zweifel schnell aufgemampft. Ja, sogar ein Fladen aus...

Diese Pizza ist tausend Jahre alt: Pinsa…

Dieses Rezept hat mir, das kann ich ohne Übertreibung sagen, jede Menge Inspiration für das Pizzabacken gegeben. Die Rede ist von der Pinsa Romana, eine Ur-Form der Pizza. Auch wenn sie zum Verwechseln ähnlich aussieht, ist sie doch sehr unterschiedlich. Durch...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen