Menü

Bei diesem Rezept müssen alle Puristen leider wegklicken, denn dieses Mal wird es experimentell. Und weil unkonventionelle Dinge nur dann eine Chance haben, wenn man ihnen einen eigenen Namen gibt, nenne ich die Kreation Pastrazzi - Pastrami meets Pizza.

Als ich beim Fleischereifachverkäufer meines Vertrauens Pastrami entdeckt habe, musste ich unweigerlich an meinen New-York-Trip denken. Natürlich schaute ich dabei mit meiner besseren Hälfte Katz's vorbei – was für jeden Manhattan-Besucher obligatorisch sein sollte – und seitdem ist es das Essen, das ich mit dem Big Apple verbinde. Natürlich hätte ich das berühmte Pastrami Sandwich nachbauen können, doch der Pizzateig zog schon fleißig im Kühlschrank vor sich hin und ich hatte mich nun mal darauf eingestellt. Also die Lösung: Beides kombinieren – und das Pastrazzi war geboren. Für Traditionalisten ist dieses Rezept natürlich nichts, eine überraschende Alternative zur bekannten neapolitanischen Variante ist es aber allemal. 

 

Zutaten für den Teig

400 Gramm Pizzamehl Tipo 00
50 Gramm Reismehl
4 Gramm frische Hefe
ca. 300 ml kaltes Wasser
13 Gramm Salz
15 ml  Olivenöl

1. Lös die Hefe in ca. 50 ml des Wassers auf.

2. Mische die beiden Mehle in einer Rührschüssel, füge die Wasser-Hefe-Mischung hinzu und fang an zu kneten.

3. Füge nach und nach das restliche Wasser hinzu und knete etwa 5 Minuten weiter.

4. Jetzt kommt das Salz hinzu. Danach solltest du mindestens 5 Minuten weiter kneten, bis ein homogener, nicht klebriger Teig entsteht.

5. Zum Schluss fügst du das Olivenöl hinzu und knetest so lange weiter, bis das Öl komplett im Teig verarbeitet ist.

6. Dann lässt du den Teig ca. 30 Minuten ziehen, knetest ihn noch einmal durch, spannst eine Frischhaltefolie über die Schlüssel und stellst sie mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank

7. Hol den Teig circa 3 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank, forme eine halbe Stunde bevor es losgeht 3 bis 4 Teiglinge und lass diese noch mal ziehen.

8. Breite den Teig zu Pizzaböden aus – fertig. 

 

 

Zutaten für den Belag

100 Gramm Pastrami 
300 Gramm Mozzarella
2 Tomaten
Stück Parmesan zum Reiben
150 Gramm Crème fraîche
50 Gramm mittelscharfer Senf
50 Gramm Frischkäse
Prise Salz
Prise Muskatnuss
Prise Pfeffer
  1. Erwärme die Crème fraîche in einem Topf und füge den Senf hinzu.
  2. Füge den Frischkäse hinzu und rühre gut um, bis es eine glatte Masse entsteht.
  3. Lass die Masse kurz aufkochen und schmecke sie mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer ab.
  4. Zerdrücke den Mozzarella in einem kleinen Schälchen, das du vorher mit einem Küchentuch ausgelegt hast. Das verhindert, dass überflüssige Lake deine Pastrazzi aufweicht.
  5. Schneide die Tomaten in kleine Würfel und stell sie bei Seite.
  6. Verteile die Senfsauce genauso auf der Pizza, als wäre es eine normale Tomatensauce.
  7. Jetzt kommt der Mozzarella auf den Teig.
  8. Verteile nun das Pastrami auf den Teig. Ich habe zwei Schichten ausgelegt und darauf geachtet, dass der komplette Teig belegt ist. Das Pastrami wird durch das Backen eingehen und sich zusammenziehen. 
  9. Verteil die Tomatenwürfel auf dem Belag und reib den Parmesan drüber. 

Natürlich hat die Pastrazzi nicht viel mit einer normalen Pizza zu tun, aber die senfartige Note mit dem Rindergeschmack des Pastrami ist durchaus eine leckere Alternative.

 

 

 

 

Und hier noch ein paar Impressionen aus dem Katz Deli in New York City. Wir waren 2011 dort und kamen natürlich nicht darum, ein Pastrami Sandwich zu essen. Lecker wars, wenn auch etwas teuer. Aber Geschmack und Atmosphäre sind es natürlich absolut wert.

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Schon gebacken?

Schneller Flammkuchen ohne Hefe

Dieser Flammkuchen ist so ziemlich die schnellste Variante eines Fladens. Der Teig kommt ohne Hefe aus und die übrigen Zutaten sind in der Regel relativ lange haltbar, sodass man eigentlich immer ein Set für den tarte flambée zu Hause haben kann...

Fluffiges Toastbrot nach dem Salz-Hefe-V…

Ich hatte mich vor längerer Zeit schon mal an selbst gemachtes Toastbrot herangewagt und muss sagen: Ich bin kläglich gescheitert. Konsistenz, Geschmack, Volumen – nichts hat gepasst und wenn man am Ende lieber zur Supermarkt-Variante greift, ist klar, dass einiges schief...

5 Tipps gegen matschige Pizza

Damit der Belag auf deinem Fladen sich nicht wie ein regelrechter Tomaten-Käse-See erstrecken soll, findest du hier fünf Tipps gegen eine matschige Pizza.

Wie das Fleisch auf den Teller kommt! Od…

Fleisch kann man im Supermarkt kaufen, beim Metzger oder direkt am Bauernhof. Letzteres haben wir ausprobiert und haben ein komplettes Schaf geleast. Was das ist und wie es uns dabei ergangen ist, zeige ich euch in meinem Erfahrungsbericht zum Thema...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen