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Natürlich besteht eine traditionelle neapolitanische Pizza aus Tipo 00 Mehl. Aber manchmal muss man auch mal etwas experimentieren und andere Mischungen ausprobieren. Hier habe ich etwas Reismehl verarbeitet und so eine Pizza bekommen, die außen knackig aber innen immer noch fluffig ist. Leckere Kombination, die jeder Hobby-Pizzabäcker mal probieren sollte. 

Ich verwende nicht nur Reismehl, sondern füge nur etwas davon einem einfachen Weizenmehl hinzu. Der Teig schmeckt meiner Meinung nach schnell muffig, wenn man es mit dem Reismehl übertreibt, daher halte ich mich an den unten angegebenen Prozentsatz. Beim Backen muss man auch ein paar Sachen beachten, da man diese Pizza nicht wie eine herkömmliche neapolitanische Pizza herstellt. 

Außen kross und innen fluffig

Aber am Ende lohnt es sich, denn durch das Reismehl wird die Pizza außen kross und innen fluffig. Ich habe ihn ähnlich wie eine römische Pizza zubereitet: Also erst den Teig backen und danach die Zutaten darauf legen. Natürlich kann man dann die Pizza noch mal kurz in den Ofen schieben und alles zusammen backen. Der Unterschied ist der, dass ich die Temperatur des Ofens nicht komplett aufgedreht, sondern bei ca. 180 Grad gebacken und ihn dafür etwas länger drin gelassen habe. Erst dann stellte sich der Effekt ein, dass der Teig wie ein Luftballon aufging, der für mich ein Zeichen war, dass er fertig ist. Da der Teig mehrere Tage im Kühlschrank ziehen konnte, war der Geschmack natürlich Knüller – und die Konsistenz ebenso.

 

Das Teigrezept für vier Reismehl-Pizzen

450 Gramm Weizenmehl - Typ 405
30 Gramm Reismehl
ca. 310 ml kaltes Wasser
2 Gramm frische Hefe
10 Gramm Salz
10 ml  Olivenöl
  1. Die frische Hefe im Wasser auflösen und ein paar Minuten stehen lassen.
  2. Das Mehl in eine Schüssel geben und vermengen. 
  3. Die Hefe-Wasser-Lösung zum Mehl hinzugeben und ihn 5 - 10 Minuten kneten.
  4. Salz hinzufügen und dann solange weiter kneten, bis der Teig das Salz komplett aufgenommen hat.
  5. Zum Schluss das Olivenöl hinzufügen und noch einmal kurz durchrühren.
  6. Den Teig in eine Schüssel legen, mit einer Folie oder einem Küchentuch in den Kühlschrank stellen und dort mindestens einen, besser zwei Tage ziehen lassen.
  7. Ein paar Stunden vor dem Backen den Teig aus dem Kühlschrank holen und aufwärmen lassen.
  8. Den Teig zu vier Kugeln formen und noch mal eine halbe Stunde gehen lassen.
  9. Dann den Teig relativ dünn ausbreiten.
  10. Den Backofen auf 180 Grad aufheizen und die Pizza auf unterster Stufe solange backen, bis sich ein kleiner Ballon bildet (siehe Foto) und der Teig außen kross ist. Das dauert in der Regel deutlich länger als bei einer normalen Pizza. Mit 15 bis 20 Minuten musst du mindestens rechnen.
  11. Den Belag auf die Pizza legen und gegebenenfalls noch mal kurz weiter backen.

Belag:

Hier könnt ihr drauflegen, was ihr wollt. Tomatensoße und Mozzarella, einen guten Schinken oder eine Salami – alles was eben auf eine Pizza gehört. Gerne auch etwas geröstetes Gemüse oder sogar fertig zubereitetes Fleisch, in kleine Streifen geschnitten. Der Belag kommt erst nach dem Backen auf den Teig, da sonst alles durch die lange Backzeit verbrennt.  

Kommentare   

0 #2 Dominik 2019-05-02 15:44
Hey, Nesrin! Da hast du natürlich Recht. Es sind nur 10 Prozent Reismehl drin, vermutlich würde der Titel sonst auch "Krosser Pizzateig AUS Reismehl heißen". Aber genug der Wortklauberei!

Wie im Text beschrieben, macht das Reismehl den Teig krosser. Verwendet man zu viel, wird der Teig schnell muffig. Und da Geschmack nun mal wichtig ist, hab ich noch nie aus 100% Reismehl einen Pizzateig gebacken. Was auch schwierig ist, weil Reismehl kein Gluten besitzt und daher eigentlich für einen Pizzateig eher ungeeignet ist. Leidest du denn unter Glutenunverträglichkeit? Ich werde mich aber gerne mal dran machen und testen, wie man einen Teig aus Reismehl hinbekommt. Hast du denn selbst schon Erfahrungen damit gemacht?
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0 #1 Nesrin 2019-05-02 14:51
Also eine Reismehl Pizza ist das aber nicht mit 90% Weizenmehl darin!! ;) lg
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