Menü

Immer Pizza parat, die man nur noch in den Ofen schieben muss, die schneller warm ist, als der Bringdienst sich auf den Weg macht und die besser schmeckt, als Tiefkühlkost ist schlichtweg ein Traum. Doch wie gut funktioniert es, Pizza selbst einzufrieren?

Es gibt einen Satz, den Freunde von mir vermutlich noch nie haben sagen hören: Lass uns Pizza bestellen! Das liegt schlichtweg daran, dass ich Pizzalieferdienste nicht mag. In der Regel bekommt man einen labberigen Fladen, garniert mit einem Käsebrett, das nachher so schwer im Magen liegt, dass man das Essen bereut. Und ja, ich freue mich auf Kommentare, welcher Lieferdienst ich unbedingt mal ausprobieren soll – ich werde es vermutlich doch nicht tun.

Aber die Versuchung, innerhalb weniger Minuten und ohne Aufwand, eine Pizza auf dem Tisch zu haben, ist zugegeben schon sehr verlockend. Die Lösung: Eine eigene Pizza einfrieren. Und natürlich rede ich nicht von TK-Produkten, die ich noch weniger mag, als Lieferdienste. Aber wenn man die Zutaten kennt, alles selbst gemacht hat, kann man durchaus auf Pizza aus der Gerfriere zurückgreifen. Zumal bei einer Pizzaback-Aktion bei mir sowieso immer Teig übrig bleibt, den ich dann in der Regel zu einem Pizzabrot verarbeite, dass dann aber nach der Pizza-Orgie auch nicht mehr wegkommt. Also: Pizza einfach selbst einfrieren und bei Bedarf herauskramen und fertig backen.

Zugegeben: Es fiel mir etwas schwer, die leckere Pizza abkühlen zu lassen und sie in Frischhaltefolie zu wickeln – was mich ein bisschen an die Bearbeitung von Leichen in der Serie Dexter erinnert hat – und sie dann im Gefrierschrank zu schock frosten. Aber was tut mach nicht alles für die Wissenschaft. Das Ergebnis:

So geht's:

1. Pizza wie gewohnt vorbereiten, prinzipiell eignet sich jede Pizza zum Einfrieren.

2. Nach circa fünf Minuten die Pizza aus dem Ofen holen. Backt sie auf keinen Fall fertig backen, sie wird sonst zu trocken.

3. Pizza abkühlen lassen, idealerweise auf einem Gitter.

4. Die Pizza mehrere Mal mit einer Frischhaltefolie einwickeln. Eine Schicht ist nur Deko - spar also nicht am falschen Ende.

5. Nun die Pizza ins Gefrierfach legen und bei Bedarf rausholen.

6. Den Ofen so heiß wie möglich vorheizen und die Pizza auftauen lassen. Erst danach in den Ofen schieben und herausholen, wenn sie kross ist.  

Das Ergebnis kann in der Regel natürlich nicht mit einer frischen Pizza mithalten, besser als eine TK-Pizza ist es allemal. 

"

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Kommentare

Schon gebacken?

Loch im Brötchen: Womit soll ich's stopf…

Neulich beim Frühstück: Nachdem das Brotmesser den Laugenknoten im Stile eines Alexander der Große geteilt hat, bot sich ein Blick in den Abgrund. Genauer gesagt in den Teig-Abgrund. Denn dort wo sich normalerweise eine saftige, vollmundige Krume erstreckt, prangte einfach nur ein...

Megruli Khachapuri: Die Pizza aus Georgi…

Fladenbrot wird in der ganzen Welt gebacken und mit irgendeiner Füllung leckerer gemacht. Auch Georgien hat ein bekanntes Gericht: Khachapuri. Das ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Käsebrot. Aber natürlich ein sehr leckeres Käsebrot. 

Loch im Brötchen: Eine Ursachenforschung

Was ist denn das? Ein großes Loch im Brötchen? Woher stammt das denn? Hier findet ihr eine Ursachenforschung und eine Erläuterung, was das alles mit Pizzabacken zu tun hat. 

Krosser Pizzateig mit Reismehl

Natürlich besteht eine traditionelle neapolitanische Pizza aus Tipo 00 Mehl. Aber manchmal muss man auch mal etwas experimentieren und andere Mischungen ausprobieren. Hier habe ich etwas Reismehl verarbeitet und so eine Pizza bekommen, die außen knackig aber innen immer noch...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.