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Ein Schuss gutes Öl nach dem Backen auf die Pizza geträufelt, verleiht jedem Fladen eine zusätzliche geschmackliche Note. Wenn es sich dabei auch noch um selbstgemachtes Basilikumöl handelt, kommt noch eine Portion Frische auf den Belag, den du nicht so schnell vergessen wirst.

Basilikum mag vermutlich jeder, zumindest jeder, der auf die italienische Küche steht. Daher liegt es auf der Hand, den einzigartigen Geschmack zu konservieren. Öl eignet sich hervorragend dazu. Und wenn du jemals dieses leckere Basilikumöl probiert hast, wirst du kaum mehr was anderes auf deine Pizza träufeln wollen.

Ich habe auch einige anderen Rezepte ausprobiert, aber keines hat so eine intensive Farbe beschert, wie das unten beschriebene Rezept. Natürlich kann man auch einfach Basilikumblätter in Öl einlegen und warten, aber das dauert ziemlich lange und das Ergebnis ist okay, aber nichts was mich umhaut – denn neben der Farbe macht man meiner Meinung nach auch geschmacklich einige Abstriche, wenn man einfach nur das Grün im Öl baden lässt.

Etwas Aufwand aber großartiges Ergebnis 

Das Gute: Du brauchst nicht wirklich viel Zutaten: Basilikum, Rapsöl und idealerweise einige Eiswürfel zum Blanchieren. Aber: Du brauchst etwas Zeit und es sind einige Schritte mehr nötig, als man es von vielen anderen Rezepten kennt. Der Aufwand ist zugegeben nicht gerade ohne, aber es lohnt sich, denn das Basilikumöl hebt deine Pizza auf ein neues Level und wird dich und deine Gäste begeistern. Denn durch das Blanchieren behält der Basilikum seine kräftige Farbe bei, durch das Mixen und die Lagerung im Kühlschrank bekommt das Öl seinen Geschmack und durch das Filtern wird es haltbar gemacht. So viel zum Vorgang in a Nutshell.

Wenn du das Öl – wie unten beschrieben – richtig filterst, hält es locker vier Wochen. Dann verliert es erst mal die grüne Farbe und mit der Zeit leider auch den intensiven Geschmack.

Bei diesem Rezept kommt Rapsöl zum Einsatz, weil es geschmacksneutral ist, ein Olivenöl würde das Ergebnis verfälschen und kein so reines Aroma verbreiten, wie Rapsöl.

Nicht nur Basilikumöl - auch Oreganoöl, Rosmarinöl, Thymianöl oder andere Kräuteröle

Dieses Rezept bezieht sich auf Basilikumöl, man kann so aber auch jede andere Art von grünen Gewürzen, wie Rosmarin, Thymian, Majoran oder Koriander zu entsprechendem Öl verarbeiten. Und wer mag es nicht, eine kleine Sammlung an Ölen zu Hause zu haben, die man vielseitig für Pizza aber auch Salat verwenden kann. 

Zutaten: Alles was du für 500 ml Basilikumöl brauchst

500 ml Rapsöl  
150 Gramm frische Basilikumblätter
2 EL Salz
  kaltes Wasser
  Eiswürfel

Zudem benötigst du folgende Küchenutensilien

Großen Kochtopf
Mixer
Sieb
Küchentücher
Schneebesen
Große Schüssel
Kleine Schüssel

Basilikumöl herstellen: So geht's

  1. Als Erstes musst du den Basilikum blanchieren. Koche dazu Wasser mit dem Salz in einem großen Topf auf und stelle eine große Schüssel mit kaltem Wasser und Eiswürfel parat.
  2. Koche das Basilikum für 20 Sekunden und kühle es so schnell wie möglich in dem kalten Wasserbad.
  3. Hol den Basilikum aus dem Wasser, drücke das Wasser heraus und lass ihn auf Küchentüchern trocknen.
  4. Fülle den Basilikum und das Öl in einen Mixer und lass ihn auf hoher Stufe laufen. Es sollten keine Blätter mehr sichtbar sein.
  5. Auch diese Masse musst du nun kochen und sofort runterkühlen. Gieße dazu das Öl in einen Kochtopf und bringe die Masse zum Kochen und rühre dabei mit einem Schneebesen um.
  6. Sobald das Öl kocht, gieße es in eine kleine Schüssel und stelle diese so schnell wie möglich in die große Schüssel. Rühre dabei wieder mit dem Schneebesen um, dann kühlt die Masse schneller runter.
  7. Jetzt kommt das Basilikumöl für zwei Tage in den Kühlschrank.
  8. Lass das Basilikumöl erst durch einen groben Filter, dann durch einen feinen Filter. Du kannst dazu auch einfach ein Küchentuch in deinen Filter legen.
  9. Heraus kommt ein quietschgrünes, geschmacksintensives Basilikumöl.

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