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Espresso gehört genauso zur italienischen Küche, wie eine gute Pizza. Doch woher stammt die Idee, einen Kaffee so konzentriert zuzubereiten, dass er eine ideale Basis für Cappuccino, Latte macchiato und Co. darstellt?

Tatsächlich ist der Espresso ein relativ junges Warmgetränk. Doch wie kam es zustande? Hier erfährst du die Entstehungsgeschichte hinter dem populären Wachmacher.

Angefangen hat es mit der Erfindung der Moka – die Haushaltskaffeemaschine, die 1933 von Alfonso Bialetti erfunden wurde. Laut Erzählungen hat er sich während einer Frankreich-Reise von den damaligen Waschmaschinen inspirieren lassen. Das Prinzip: Darin wurde erst Wasser gekocht. Dessen Dampf ist dann über ein Rohr in einem großen Kessel gelandet und hat die Wäsche gemeinsam mit der Waschlauge befeuchtet und so gereinigt. Er hatte die Idee für Kaffee übernommen, indem er den Kocher auf den Herd stellte.

Der Turiner Angelo Moriondo hat die Idee dann weiter gedacht und gilt als der Erfinder der bekannten Maschine. Moriondo gehörte zu einer Turiner Unternehmerfamilie, die Besitzer der Schokoladenfabrik Moriondo & Gariglio. Sie belieferten illustre Kunden wie das Königshaus von Savoyen, aber auch bekannte Hotels und Bars.

Zubereitung von schnellem Kaffee

Um seinen Kunden immer schneller Kaffee servieren zu können, entwickelte er eine Maschine, die in kürzester Zeit das schwarze Getränk herstellen konnte. So entstand die erste Espresso-Kaffeemaschine, mit der man "bis zu zehn Tassen Kaffee in 2 Minuten und bis zu 300 Tassen in einer Stunde zubereiten kann", wie die damalige Gazzetta Piemontese berichtete.

Der erste Espresso

Der Kaffee, der in diesen Rekordzeiten serviert wurde, erhielt den Namen "Espresso", und die Maschine wurde offiziell auf der Weltausstellung 1884 in Turin vorgestellt – mit so großem Erfolg, dass Moriondo eine Bronzemedaille erhielt. In Moriondos Maschine wurde das Wasser auf den Siedepunkt gebracht und gelangte dann über Kanäle in den Behälter mit dem gerösteten Kaffee.

Erst nur für kleine Cafès

Der gute Moriondo ließ seine Maschine 1884 ebenfalls patentieren, aber er dachte nicht "groß“. Er nutzte seine Erfindung nie in vollem Umfang kommerziell, sondern zog es vor, sie nur für kleine Läden und natürlich für sein eigenes Unternehmen zu verwenden.

Es war dann der Mailänder Luigi Bezzera, der Moriondos Maschine perfektionierte und 1902 die neuen Zusätze patentierte. Schließlich war es ein anderer Mailänder, Desiderio Pavoni, der 1905 alle Patente erwarb und die Espressomaschinen in Serie produzierte.

Espressomaschine, wie wir sie heute kennen

In den 1940er-Jahren führte Achille Gaggia die entscheidende Innovation ein, indem er die Hebelkaffeemaschine patentierte, die mit Wasserdruck statt mit Dampf arbeitet. Es ist die Maschine, die wir auch heute noch in guten Cafés sehen, wenn wir unsere Tasse heißen Espresso genießen.

Wenn du wissen möchtest, wie man einen richtig guten Espresso zubereitest, findest du hier Tipps eines Profis"

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Liebe Grüße,
Dominik von Salamico

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Kommentare

Dominik
18 Tage 14 Stunden

Hi Claudia, die Menge sollte eigentlich stimmen. Ich habe den Teig relativ dünn ausgerollt. Das war aber auch eine kleine K ...

Claudia Killian
18 Tage 16 Stunden

Coole Idee! Stimmt die Mehl Menge mit nur 180g für eine ganze Kastenform? Liebe Grüße, Claudia

Dominik
1 Monat

Hallo Matthias, Du kannst den restlichen Teig als Vorteig verwenden. Einfach einem frischen Teig hinzufügen. Du musst dann ...

Matthias
1 Monat 1 Tag

Hi Dominik, danke für die ausführliche Anleitung, zu der sich mir eine Frage stellt: Wenn ich mit jedem neuen Schritt nur e ...

Steffen
1 Monat 7 Tage

Günstige Dosentomaten werden ja im Allgemeinen chemisch (mit einer Lauge) geschält und enthalten Zitronensäure, die zum N ...

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